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Motorsilent wechseln

Zwischen Hilfsrahmen und Motor liegen zwei Gummilager. Die sehen jeweils aus wie ein dickes S. Um die zu wechslen muss ich den Motor ein Stück anheben. Zum Glück hat einer meiner Nachbarn sich gerade einen Kran gekauft, den ich mir leihe. Zuerst löse ich die von unten, außen zugänglichen Schrauben am Hilfsrahmen. Ich habe mich täuschen lassen, als ich dachte: na die sind ja sch@!e zu erreichen. Nachdem ich den Motor ein Stück hoch gehoben habe bemerkte ich, dass ich den unteren Motorknochen übersehen habe, den ich auch lösen muss. Die Schrauben vorne im Hilfsrahmen dafür war schon blöder zu erreichen. Jetzt kann ich den Motor so hoch heben, dass die Achsen noch nicht im Hilfsrahmen hängen, ich aber besser an die Schrauben der Gummilager kommen. Und jetzt fängt das Gefrickel erst richtig an. Ich habe einen schwingenden Motor mit drei festsitzenden Schrauben. An der rechten Seite sitzen die an der Kupplung und ich komme nur mit viel fluchen an die Schraubenköpfe heran. Aber auch das war zu schaffen. Zuerst schraube ich die Silente am Motor/Kupplung fest, denn an die dritte Schraube komme ich später nicht mehr heran Die dritte unten liegende Schraube ziehe ich auch gleich fest (22nm, sollen es laut meinem repair manual sein). Im nächsten Schritt bemerke ich: Mir fehlen 4 Muttern. An die alten Gummis hat jemand die Muttern mit kruden Punkten angeschweißt. Die kann ich beim besten Willen nicht abflexen. Auch wenn ich glaube, dass die Hitze vom Schweißen den Gummis sicher nicht gut tat, klug war das irgendwie schon, denn die Muttern sind umständlich zu erreichen, wenn der Motor drin sitzt. Ich merke schon, ich wiederhole mich 🙂 Ich will mir garnicht vorstellen wie das funktioniern soll, wenn das alles in einer Karosserie drin sitzt und wenn der Kühler eingebaut ist geht es garnicht.

Mir fehlen also 4 UNC Muttern mit 1/2″ Schlüsselweite. Ich radel los und finde im Fahrradladen jemanden, der mir 4 Muttern für einen kleinen Beitrag in die Kaffeekasse überlässt. Glück gehabt: Baumärkte, ATU und ScrewFix in meiner Nähe haben alle keine zölligen Schrauben.

Das komplizierte am Zusammenbau ist es den Motor trotz der frischen Gummis tief genug in den Hilfsrahmen zu bekommen, dass die Löcher für die Schrauben übereinander sitzen. Letztlich bin ich mit einem Fuß auf der unteren Aufnahme des Kühers gehüpft und habe einen Keil aus dickem Blech in die Löcher geklopft, um das zu erreichen. Den unteren Motorknochen habe ich auch wieder befestigt. Der Gummi dort sieht noch sehr frisch aus, der bleibt wo er ist.

Für den Austausch habe ich (inkl. Fahrt zum Muttern kaufen) 4h gebraucht und nur 1/2″ Schlüssel.

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Motorknochen

Das Originalblech, das den Motorknochen unten hält sieht aus wie ein Schmetterlingsflügel. Dieser ist bei der alten Karosserie abgerostet und wurde durch einen neuen Blechwinkel ersetzt. Dieser ist angeschraubt und von innen gekontert. Mit eingebauten Türen und Fenstern kann man das nicht alleine montieren oder demontieren.