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Karosserie zusammenbauen

Nachdem ich nun alle Einzelteile der Karosserie auf Rost geprüft habe und nötigenfalls etwas dagegen unternommen habe, nun der hoffentlich letzte Schritt vorm Lackierer. Türen, Heckklappe und Motorhaube einbauen. Die beiden Türen passen ok. Die grüne besser als die blaue. Die Motorhaube musste ich ein wenig zurecht drücken. Die Heckklappe sitzt gut.
Der Lackierer meiner Wahl hat jetzt allerdings erstmal zwei Wochen Betriebsferien.

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Bestandsaufnahme Motorhaube

Seit über einem Jahr hat die Motorhaube and er Seite gestanden und wurde nicht beachtet. Jetzt kam sie unter die Lupe. Zuerst musste ich noch die Chromleiste an der Vorderkante abnehmen (4 Belchschrauben) und den Verschluss abnehmen. An dessen Fuß sah das Blech rosig aus. Den Bolzen samt Feder und Hütchen hatte ich bereits neu bestellt und musste kein schlechtes Gewissen haben den Bolzen mit einem deutlich markanterem Schlitz zu versehen, damit ich ihn heraus drehen kann. Zwischendurch hatte ich die Feder mit Kabelbindern zusammengezogen, damit ich mit der Trennscheibe besser dran komme. Es war schweißtreibend. Dort wo das Gewinde innen über die angeschweißte Mutter überstand war der Bolzen sehr rostig. Entsprechend fest saß er. Der Blechwinkel auf dem der Bolzen sitzt ist (so sieht es für mich aus) mit einer Lasche an die vorderen Kante gepunktet. Bei dieser Motorhaube sitzt eine Schweißnaht der Blechkante entlang. Das sieht aus, als hätte jemand den zugegeben rostigen Schweißstellen nicht mehr vertraut.

Die Vorderkante und alle vier Ecken brauchten ein wenig Zuneigung bis sie mit Fertan behandelt werden. Sonst sieht die Haube klasse aus.

Damit alles schön lackiert werden kann habe ich die weißen Streifen und das Emblem abgenommen. Das Emblem ging ab, als ich die Rückseite mit dem Heißluftföhn erwärmt habe. Die Streifen haben die zweite Stufe des Heißluftföhns schon nicht mehr vertragen und sind duch Wärmezufuhr nicht merklich besser abzulösen gewesen. Eine Ecke lösen und kontinuierliches, festes Ziehen war alles was nötig war.

Und direkt kommt die Frage auf: Wo bekomme ich neue Aufkleber her und wie bringt man die an?

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Nasser Innenraum

Heute habe ich mir ein Herz genommen und vorne alle Teppiche raus genommen. Die waren triefend nass. Ohne Übertreibung, da hat es nicht getropft, da wollte ein neuer Fluss entstehen. Nachdem dann auch klar war, dass da nicht Blech rissig ist, sondern das die Bitumenmatte ist, die da vor sich hin bröselt ging es mir erst mal besser. Wer lackiert so etwas? Mit meinen scheuen Blicken (so genau wollte ich das Unheil nie sehen) hatte ich angenommen, dass es sich um Blech handelt, dass da rissig ist. Und ich war auch davon ausgegangen, dass die weißen Flecken am Übergang von Boden zu Radkasten Spachtelmasse ist. War nur weißes Silikon. Dahinter gibt es zwar jede Menge Rost, aber ich kann immerhin nicht durchgreifen. Die Wahrheit tat in diesem Fall gar nicht so weh. Mit Schaufel und Besen und Flachschlitz-Schraubenzieher kamen die bröselnden Teile des „Dröhnschutzes“ (was ein blödes Wort) weg. zum Glück hatte es knapp über null Grad und das Zeug ist einfach abgeplatzt. Spiritus half übrigens nicht im Geringsten. Darunter gab es Wasser, aber fast keinen Rost. Das Zeug ist also für was gut. Nur ganz vorne, da wo es kein Bitumen gab, rostet es vor sich hin und natürlich wie erwartet am Übergang zum Schweller. Da hat jemand mit unversäuberten Punkten ein Blech eingezogen. Klar kommt das Wasser durch! Nachdem die Flächen sauber (so weit es eben geht) und trocken waren kam eine dicke Schicht Unterbodenschutz an alle Stellen die aussahen, als könnten sie es gebrauchen. Hoffentlich hält das das Wasser draußen und lässt er langsamer rosten, bis ich mich der Sache richtig annehme.
Bei der Aktion habe ich mich auch nach den Unterboden Reparaturen umgesehen, die angeblich mal gemacht worden sind. Das einzige was ich entdecken konnte war, dass die Löcher auf der rechten Seite von unten zu sind. Hat da jemand einfach ein Blech drauf geschweißt, damit der TÜV glücklich ist? Das ist doch echt uncool! Und das Wasser konnte nicht ablaufen! Also noch ein Loch zu bohren.
Von Heinz wurde ich auf dem Stammtisch noch daran erinnert, dass ein Loch im Radkasten ein guter Punkt zum Suchen ist, wenn es um Wasser im Innenraum geht. Da hat er Recht und da ist auch ein Loch. Das sollte ich zumindest provisorisch stopfen. Werden to-do Liste bisweilen auch kürzer?


Nachtrag: Das Bitumen trocknet nur sehr langsam und stinkt dabei. Ob ich das nochmal in dieser Art im Innenraum verwende ist fraglich. Zumindest im Winter.
Mein Resumé nach 2 Jahren


LÖSUNG: Damit die Motorhaube während der Fahrt nicht aufspringt teste ich jetzt jedes Mal, wenn ich sie schließe, ob ich sie mit den Händen wieder aufziehen kann. Am besten funktioniert es, wenn ich die Motorhaube beim Schließen ein wenig nach hinten drücke.

 

Tanken, Fahren, Werkzeug

Mein erster Tankversuch: Die Tanksäule hat nach etwa 2 Litern gestoppt. Auch beim zweiten Versuch. Tankrüssel zu weit drin? zu schnell getankt? Weil ich mir nicht die Blöße geben wollte hab ich die 3 Euro bezahlt und bin weiter gefahren.


Auf der Autobahn ist der Fahrtwind bei etwa 80km/h so stark, dass es die Motorhaube dauerhaft hochhebt, ich fahre hinter den LKW her. Der erste Plan, die Motorhaube mit Kabelbindern zu fixieren wird durch einen besseren Plan obsolet. Fett! Viel Fett! Der Schließmechanismus rastet ein, nachdem ich die Motorhaube mit viel Schwung zuknalle (nicht nur die letzten 10cm, sondern richtig von fast halb geöffnet aus). Als die Haube noch offen war hat das Scharnier auch noch Fett bekommen.


Beim langsamen Fahren und Lenkradeinschlag links über Bordstein merke (und höre) ich einen Schlag auf das Lenkrad.


Papa hat für mich bestellt: „Zoll Werkzeug Satz 92-tlg Steckschlüssel Satz Nüsse Ratschenkasten Knarrenkasten“
Kosten: 94,95Euro