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neue Lenkmanschetten

Die Lenkmanschetten sind hinüber, habe ich festgestellt. Da ich gerade so gut dran komme tausche ich sie. Die alten Manschetten schneide ich mit dem Skalpell runter. Unter den Manschetten sieht es trotz der Risse sauber aus. Das alte Fett wische ich weg und füttere das Kugelgelenk und das Lager mit einer ordentlichen Portion frischem Fett. Die neuen Manschetten passen leider nicht über den Spurstangenkopf. Um den zu lösen muss ich die Mutter, mit der er gekontert ist ein wenig weiter auf das Gewinde drehen. Erst jetzt löse ich den Spurstangenkopf mit dem Abzieher (andersrum hat es keinen Sinn, ich habe es versucht). Beim Abschrauben der Köpfe zähle ich mit. Links waren es 13 Gewindegänge, rechts 9. Danach kommt die Kontermutter runter und die neue Manschette kann drüber gezogen werden. An der kleinen Seite wird sie von einem Schlauchclip gehalten, an der großen Seite von einem Kabelbinder. Kontermutter drauf, Spurstangenkopf drauf (mitzählen), Spurstangenkopf am Rad befestigen, Spurstangenkopf kontern. Fertig.
Ob das auch so einfach ist, wenn die Lenkung montiert ist? Wahrscheinlich schon. Nur drankommen ist sicher doof. Aber definitiv eine der einfachen Aufgaben.

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Anschlaggummi Querlenker vorne

Dass der Anschlaggummi für den oberen Querlenker am Hilfsrahmen fehlt, das weiß ich schon seit geraumer Zeit (Punkt 7 in diesem Artikel -> uff, das ist fast 4 Jahre her). Einen Ersatz besitze ich fast ebenso lange. Jetzt wo der Gummidonut draußen ist, kann ich mir das anschauen. So lange der eingebaut ist kommt man da aus meiner Sicht nicht anständig dran. Und noch schwieriger wird es, solange der Hilfsrahmen im Auto sitzt. Die Reste des alten Anschlages musste ich abflexen, da war nichts zu retten.

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Trompete unter Donut vorne links richtig einbauen

Die Alutrompete sitzt neben dem Gummidonut. Solange da Spannung drauf ist kann ich das nicht korrigieren. Ich baue den oberen Querlenker komplett aus um da heran zu kommen. Dazu löse ich die Verbindung zum Rad mit dem Kugelkopfausdrücker. Soweit einfach, das kannte ich schon. Im Hilfsrahmen läuft der obere Querlenker auf einer Achse, die waagerecht im Hilfsrahmen sitzt (ähnlich wie der untere Querlenker auch, nur nicht auf Gummi, sondern mit zwei Nadellagern. Das sind auch die, die über die Schmiernippel gefettet werden). Hinten endet die Achse mit einer dicken Mutter, die mit dem langen Arm des Drehmomnetschlüssels auf geht. Vorne wir die Achse von zwei Schrauben in einem augenförmigen Blech gehalten. Die weiter zur Fahrzeugmitte liegende Schraube, sitzt in einer an den Hilfsrahmen geschweißten Mutter. Die Mutter der anderen Schraube ist frei und muss zum Lösen von innen festgehalten werden. Theoretisch ist die Achse nun frei und man könnte sie heraus ziehen. Wäre da nicht erstens noch Spannung drauf und zweitens die Bremsleitung nicht im Weg. Da ich die sowieso erneuern will schneide ich sie ab, um dann die Schraube mit einer langen Nuss zu lösen. Die Spannung kann ich reduzieren, indem ich den kleinen Gummi, der unter dem Querlenker liegt abnehme. Der wird nur von einer Kreuzschraube am Hilfsrahmen gehalten. Danach kann ich den Querlenker ein paar mm weiter absenken.
Die Achse kann ich nun mit ein wenig hin und her, Kraft, Geduld und fluchen heraus ziehen. Damit ist der obere Querlenker frei und kann heraus genommen werden. Mit raus kommen die Trompete und der Donut. Die Trompete sitzt mit einem Dorn lose von oben im Querlenker. Der Metallring des Donut ist so verbogen, dass die Trompete nicht mehr hinein passt. Nach dem Einsatz einer Feile und ein wenig Gewalt passen die beiden wieder zusammen und ich kann das ganze in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen bauen.

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HiLo’s einstellen

Seit September letzten Jahres steht Erbsle mit seinen neuen Gummidämpfern hinten viel höher als vorne. Das habe ich heute ausgeglichen, als ich sowieso das Rad ab hatte für die Querlenkerpuffer. Hinter dem Rad, über dem oberen Querlenker verstecken sich zwei große Muttern. Mit einem 20er Schlüssel konnte ich sie fassen. Die untere Mutter ist unterhalb des senkrechten Gewindes für die Höhenverstellung fest angebracht. Die Mutter darüber hält die Höhe. Allerdings frage ich mich, wie das so bleiben kann, denn die Mutter ist nicht gekontert und müsste sich bei dauerhaftem Druck von oben und Rütteln runter schrauben. Naja, die Zeit wird es zeigen. Für das Verstellen der Höhe habe ich die untere Mutter mit einer Gripzange festgehalten und gleichzeitig die obere Mutter mit einem Schlüssel hoch geschraubt. Auf der rechten Seite habe ich auf gut Glück hoch gedreht. Es ist schwer einzuschätzen wie viel eine Gewindehebung an tatsächlicher Höhe bringt. In meiner optimistischen Welt habe ich mir genau gemerkt wie die Mutter rechts sitzt, um es dann links exakt so zu reproduzieren. Das hat zu keinem korrekten Ergebnis geführt. Links hat sich die Höhe anders verhalten. Das heißt ich habe die Mutter gedreht, das Rad dran gemacht, Erbsle runter lassen, den Abstand zwischen Kotflügel und Reifen gemessen, Erbsle hoch gehoben, Rad ab, Mutter korrigiert… bis es stimmte.

Jetzt steht Erbsle im Verhältnis vorne hinten und seitlich gerade und hat ein wenig mehr Bodenfreiheit. Das kommt mir sehr gelegen, wenn ich über den Anschlag für das Tor in die Einfahrt fahre. Da werde ich so schnell nicht mehr aufsetzten. Auch optisch ziehe ich die praktische, hohe Variante der tiefen „getunten“ vor.

 

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Gummipuffer unterer Querlenker

Viele Kilometer sind seit letztem Juli vergangen, aber nun gibt es Neues zu berichten. Nachdem der Gummipuffer, den ich im Sommer getauscht habe (Artikel: Gummipuffer Querlenker links) nach kurzer Zeit wieder den Geist aufgegeben hatte und der andere sich gar nicht tauschen ließ (Artikel: Gummipuffer Querlenker rechts), habe ich es heute vollbracht. Beide Puffer, die ich in Seidenbuch erstanden habe, sind verbaut. Diesmal habe ich den Lagerbolzen erst festgezogen, als Erbsle schon wieder auf seinen Rädern stand und ein- zwei mal ein paar Meter vor und zurück gerollt wurde. Erbsles Fahrverhalten hat sich dadurch maßgeblich zum positiven gewandelt. Die Kurven machen wieder Spaß und ich brauche viel weniger Lenkeinschlag. Bei staken Bremsungen zittert das Lenkrad auch nicht mehr so sehr. Jetzt muss nur noch die Spur eingestellt werden.

Auf der linken Seite gestaltete sich das der Tausch der Puffer problemfrei. Alles war noch gut gefettet und ich konnte den Lagerbolzen einfach herausnehmen und die neuen Gummis drauf schieben. Da ich noch Zeit und Muße hatte, habe ich den Lagerbolzen komplett entrostet und schwarz lackiert. Was mir immer Probleme macht, ist es beim Zusammenbau die Zugstrebe auf den Querlenker zu bekommen, wenn der Querlenker schon auf seinem Kugelgelenk sitzt. Die Schraube ist so lang, dass sie oben an die Gummimanschette stößt, und von unten will ich sie nicht einfädeln. Und die beiden Löcher von Zugstrebe und Querlenker müssen perfekt übereinander sitzen, damit die Schraube durch geht.  Zum Ziel hat geführt, dass ich einen kleinen Inbus durch das Loch gesteckt habe und damit dann vorsichtig die beiden Bauteile so zueinander verschoben habe bis es passt. Dann will die Schraube aber nicht unten raus kommen. Da hat es dann geholfen die Mutter am Ende der Zugstrebe zu bewegen (ohne, dass sie sich dabei auf dem Gewinde bewegt). Dabei dreht sich die ganze Zugstrebe ein wenig um ihre eigene Achse und die Schraube passt durch. Links hat das Ganze nur funktioniert weil Thorsten noch zusätzlich den Achsschenkel leicht angehoben hat.

Um für den Wechsel des störrigen rechten Querlenkers gewappnet zu sein, habe ich mir ein Werkzeug gebaut. Ich nenne es liebevoll „Querlenkerbolzenausdrücker“… welch Poesie! Im Prinzip ist es ein großer Flaschenöffner, mit dem ich den Lagerbolzen aus dem Hilfsrahmen herausdrücken kann. So viel zur Theorie. In der Praxis ist mein Hilfsrahmen an der Stelle zu weich. Statt den Bolzen du drücken, hat es den Hilfsrahmen ein wenig verbogen. Das hatte den Vorteil, dass der Kopf des Bolzens ein wenig Freiraum bekommen hat. Diesen Freiraum habe ich mit WD40 penetriert. So war das zwar nicht geplant, aber funktioniert hat es letztlich trotzdem. Den Lagerbolzen aus dem Querlenker zu bekommen war diesmal (mit rabiateren Mitteln) einfacher. Bei etwa 80° gibt der Gummi einfach auf. Da ich eine Flamme darauf gehalten habe hat es gestunken, aber ich hatte meinen toleranten Tag. Heiß kam der Lagerbolzen in den Schraubstock und den Querlenker habe ich so lange gedreht, bis ich ihn abziehen konnte. Die Gummis habe ich wieder mit einem scharfen Cutter dezimiert und die festgerostete Hülse mit einem Hammer aufgeschmiedet, bis sie runter ging. Und weil ich immer noch Zeit und Muße hatte habe ich sowohl Querlenker als auch Lagerbolzen entrostet und schwarz lackiert. Erbsle sieht damit richtig hübsch aus. Nur der Kontrast zu den sonst rostigen Teilen stört noch. Aber was nicht ist kann ja noch werden.

 

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Gummipuffer Querlenker rechts

Nachdem ich wusste wie der Austausch der Gummipuffer am unteren Querlenker funktioniert wollte ich den Austausch auch rechts machen. Pustekuchen. Der Lagerbolzen ist untrennbar mit dem Hilfsrahmen verbunden. Und da ich kaum Platz habe mit dem Hammer aus zu holen, blieb er nach mehr als einer Stunde vergeblichen Versuchens genau da wo er war.

Update zu den Puffern links: keine Woche nachdem ich die Puffer gewechselt hatte, hat Erbsle von einem auf den nächsten Moment ein schwammiges Fahrverhalten gezeigt. Nach ein wenig Recherche im Miniforum liegt nun der Verdacht nah, dass ich einen Fehler beim Einbau gemacht habe. Zwar sind sich die Stimmen wie so oft nicht einig, aber ich vermute ich hätte die Schraube, die den Lagerbolzen fixiert erst anziehen sollen, als Erbsle wieder auf seinen Rädern stand. Anscheinend kann es passieren, dass die Gummipuffer sonst, also wenn aufgebockt angezogen wurde, dauerhaft unter Spannung stehen und dann schnell wieder aufgeben.

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Gummipuffer Querlenker links

Nach einem gescheiterten Versuch die Gummipuffer vom Querlenker zu tauschen habe ich mich heute in Seeheim erneut ans Werk gemacht. Diesmal habe ich es mit dem Linken versucht.
-Rad ab
-Zugstrebe von Querlenker getrennt
-Querlenker vom Achsschenkel gelöst (den Abzieher dafür habe ich von Steffen ausgeliehen)
-Mutter am Ende des Lagerbolzens gelöst
-und dann dem Verzweifeln nah.
Mir war erst nicht klar, dass der Kopf vom Lagerbolzen einfach sehr dick ist, und auf beiden Seiten aus dem Hilfsrahmen heraus guckt. Aber lesen im Miniforum sei dank, ich bin nicht die Einzige, die Probleme hat den Bolzen raus zu holen. Da ich wohl weißlich in Seeheim gebastelt habe, konnte ich aus dem Keller meine (Goldschmiede-) Lötausrüstung holen und den Bolzenkopf warm machen. Danach hat es (angenehm) nach verbranntem Rostlöser und WD40 gerochen, aber nach ein paar Hammerschlägen auf den Bolzenkopf hat sich was bewegt. Von der anderen Seite auf das Gewindeende zu hauen war, auf dem Boden liegend, mühselig, deshalb habe ich auf den unempfindlicheren Kopf gehauen und gehofft, dass die Gummis nachgeben und sich der Bolzen löst. Und so war es auch. Danach konnte ich den Querlenker samt Bolzen mit ein wenig hin und her rütteln nach vorne aus dem Hilfsrahmen lösen. Aber da hingen sie nun, Bolzen und Querlenker. Zwar aus dem Hilfsrahmen gelöst, aber doch noch darin verhakt. Zum Glück ging mit ein wenig mehr Rütteln und ein wenig sachtem Hammer der Bolzenkopf aus dem Hilfsrahmenloch raus und ich hatte Querlenker und Bolzen in der Hand. Die waren fest miteinander verbacken. Den Querlenker habe ich dann in den Schraubstock geklemmt und den Bolzen raus gehauen. Die Verdickungen des hinteren Gummipuffers hat sich dabei so komprimiert, dass er durch die Öse im Querlenker gepasst haben. Diesmal habe ich auf das Gewinde gehauen. Das war zwar zielführend, aber ich habe es später bereut. Mit dem Lagerbolzen in der Hand fing die Tortur erst an. Wie bekomme ich dieses Gummi von der Hülse, die wiederum auf dem Bolzen fest gerostet ist? Das Abbrennen war eklig und ich habe es direkt abgebrochen. Die kleine Trennscheibe am Dremel hat noch viel mehr Gestank verursacht, denn dann wurde das Material erst richtig heiß. Ein Teppichmesser war schließlich meine Rettung. So eins mit der sichelförmigen Klinge. Ohne mich selbst zu schneiden, konnte ich damit das Gummi zerschneiden und abziehen. Bleibt noch die Hülse. Die habe ich vorsichtig mit einem Hammer bearbeitet (so wie wenn man einen Ring auf einem Ringriegel größer schmiedet) und danach ließ sie sich mit einer Rohrzange drehen und vom Bolzen lösen. Den vorne liegenden (also den zweiten) Puffer konnte ich fast ohne Gegenwehr abziehen.

Beim Zusammenbau rächte sich dann das Gewinde des Lagerbolzens. Die erste Windung musste ich mit einer kleinen Feile wieder in Ordnung bringen. Für die Drehmomente habe ich Haynes befragt:
Lower suspension arm pivot bolt nut (Mutter Lagerbolzen unterer Querlenker) = 45nM
Swivel hub balljoint to suspension arm (Achsschenkelbolzen – Querlenker) = 54nM
Tie-bar to suspension arm ( Zugstrebe – Querlenker) = 26nM