Öl ablassen

Die Ölauffangwanne, die ich das letzte Mal verwendet habe, hat wieder gute Dienste geleistet. Diesmal ohne Grube hat die Wanne gerade unter das Getriebe gepasst. Die Schraube war sauber.

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Ölwechsel und Ölfilter

So einfach habe ich mir einen Ölwechsel vorgestellt:
Motor warm.
Öl-Nachfülldeckel ab, Schraube auf, Öl raus.
Ölfilter ab,
den neuen Filter füllen, Gummi ölen und dran schrauben.
Schraube zu, Öl auffüllen, fertig.

So weit zur Theorie… hier die erste Hürde:
Die Ölablassschraube war so fest, dass ich meinen Drehmomentschlüssel mit Kraft benutzen musste, um sie zu lösen. In meinem Mini Repair Manual steht, dass der „Oil sump drain plug“ mit 34Nm festgezogen wird. Das waren definitiv mehr als 34Nm. Und festrosten kann DIESE Schrauben wohl kaum. Die Nuss, die ich brauchte war 15/16″.

Das Öl habe ich ohne einen Tropfen zu verlieren aufgefangen und dabei nicht einmal ölige Finger bekommen. Dazu habe ich mir vorher bei ATU eine Wanne gekauft. Kosten: 6,99 Euro. Die Schraube samt Dichtung konnte ich vor dem Fall in die Wanne retten und den Magneten am Ende der Schraube inspizieren. Davor hatte ich Angst. Aber es waren nur sehr feine Metallspäne am Magneten zu finden.

Darauf folgte die zweite und größere Hürde:
Der Ölfilter wollte nicht ab gehen. Und ja, ich habe in die richtige Richtung gedreht. Selbst mit dem von mir erworbenen „Spezial“-Werkzeug (Kosten 6,99 Euro) und einem ähnlichen Gerät aus dem Fundus meines Vaters habe ich den Ölfilter nur zerdrückt, ihn aber nicht drehen können. Die Folge war eine Sauerei. Ich holte mir einen langen Schraubenzieher mit durchgehendem Stab und habe ihn mit einem Hammer durch den Ölfilter getrieben. Natürlich kam mir dabei das Öl aus dem Filter entgegen. Aber ich hatte dadurch einen Hebel mit dem ich den Filter drehen konnte. Mehr als zwei Grad kam ich nicht, denn dann war der Schraubenzieher zu lang und ich kam nicht an meinen Lampen vorbei. Also musste ein neues Loch her. Nach einer dreiviertel Stunde war der Filter ab. Der Filter, der verbaut war, hatte die Bezeichnung „GFE 443“ von Unipart.

Den Abschluss für den Tag bildete der Fakt, dass der neu gekaufte Ölfilter nicht passte. Der Filter, den ATU in der Liste hatte, hat zwar die richtigen Außenmaße, aber das Gewinde stimmt nicht. Es ist zöllig, aber zu groß. Auch ein Anruf half nicht. Fürs Protokoll: Der Filter bei ATU hat die Artikelnummer P07819 „Oel-Filter Lotu.Rove“. Im Miniforum wurde ich dann in sofern schlauer, dass ich mit den Bezeichnungen kompatibler Filter in den nächsten beiden Baumärkten nachfragen konnte. Pustekuchen. Haben sie nicht da, und können sie auch nicht bestellen. Erbsle blieb in der Garage und ich bestelle den Filter bei Allbrit.


 

Fortsetzung vom 19.12.

Der passende Filter kam an und ist verbaut. Kosten 4,99 Euro. 4,8 Liter ist die Ölmenge, die ich für Erbsle brauche. Da ich den Ölfilter schon gefüllt habe fülle ich etwa 4,5 Liter ein. Mein Autoschlüssel liegt dummerweise zu Hause und ich kann Erbse nicht starten. Ob ich alles richtig gemacht habe finde ich also erst an Weihnachten heraus.

 

 

 

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Tour Aschaffenburg-Mespelbrunn-Weikersheim

Kurz nach meinem ersten Mini-Treffen haben Erbsle, Thorsten und ich unsere erste Mini-Ausfahrt gemacht.

Am Abend vorher gab es einen kleinen Rundumcheck:
Öl: gefüllt bis kurz vor MAX
Kühlflüssigkeit: es fehlte wenig. In Seidenbuch habe ich den Tipp bekommen 2EL Paprikapulver oder Zimt mit in den Tank zu tun. Das soll kleine Undichte Stellen stopfen. Da ich weiß wo die undichte Stelle ist kann ich nach der Tour prüfen, ob es funktioniert hat.
Lichter: funktionieren alle bis auf das Bremslicht links.
Blick und Finger auf Keilriemen: alles ok.

Am Morgen wollte ich dann noch Reifendruck prüfen, aber das Gerät an der Tankstelle war kaputt.

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Park Schönbusch (Aschaffenburg) ging es nach Mespelbrunn. Wir fuhren mit vier Minis. Das sind immerhin doppelt so viele, wie mein bisheriges Höchstmaß an Mini-Begleitung. In Mespelbrunn ergänzten wir unsere Flotte um einen Van. Das Wasserschloss dort haben wir mit Führung besichtigt. Mein Highlight: Die Wolperdinger!

Durch das Hafenlohrtal ging es zum Mittagessen und danach in den Schlossgarten von Weikersheim. Auf der Strecke habe ich meine ersten Warnschilder (weißes Dreieck, roter Rand und „!“) mit den Zusatzschildern „Biber“ „Wildgatter“ und „Holzlager“ gesehen. Die Interpretation dieser hat mit und Thorsten viel Spaß gemacht. Von Weikersheim sind wir noch bis zur nächsten Autobahnauffahrt mit gefahren und haben unseren Weg von dort alleine fortgesetzt, um bei Freunden in der Nähe von Stuttgart zu übernachten. Auf diesem Streckenabschnitt hat der Tacho glatt 50.000 gezeigt. Das habe ich allerdings verpasst, sonst hätte ich ein Bild gemacht. Erbsle ist die ganze Zeit gut gefahren. Bei zwei Personen darf ich am Berg im vierten Gang nicht unter 2300 Umdrehungen kommen, sonst muss ich zum Beschleunigen runter schalten. Dann müsste ich Erbsle bis über 3000 hoch drehen, um dann wieder in den vierten zu wechseln. Das finde ich sehr unangenehm.

Rückweg am nächsten Tag:
Wir haben eine Tankstelle mit einem funktionierendem Reifendruck-Automaten gefunden. Der Druck war wie erwartet etwas zu gering. Beim Halten dort habe ich bemerkt, dass die Handbremse nicht mehr hält. Gestern nach dem Mittagessen war ich mit angezogener Handbremse los gefahren und habe es erst später gemerkt. Zurück sind wir hauptsächlich Autobahn gefahren. Kurz vorm Ziel haben wir einen Mini hinter uns gehabt. Und wie es der Zufall will hat sich damit der Kreis geschlossen: Es war eben jener Mini, der bei der Ausfahrt die Spitze gebildet hatte.

etwa 500km für die gesamte Strecke
Benzinverbrauch: 6,2l/km
Kühlflüssigkeit: keine verloren
Ölstand: knapp unter MIN (1/2l Öl nachgefüllt) das sind 1Liter auf 1000km

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Motorölrecherche

Erbsle war die letzten Reparaturen in der Miniklinik Frankfurt. Dort hat Thorsten hat für mich angerufen und fasste es folgendermaßen zusammen:

Wie mir aufgetragen, habe ich grade eben mit der Mini-Klinik telefoniert.
Ich muss zugeben, dass Sie zumindest sehr freundlich waren und sich am Telefon Zeit genommen haben, auf alle meine Fragen entsprechend einzugehen. (Wollten mir auch nicht, wie von mir befürchtet, aufschwätzen, dass sie das Öl doch auffüllen könnten).

Sie verwenden und empfehlen, bei Mini-Motoren dieses alters 15W40 Mineralöl. Ein günstiges Standart-Öl, wie mir der Mechaniker sagte.
Hochwertiges Öl wäre, so der Herr am Telefon, für diese alten Motoren nicht gut.
Man könnte event. auch 20W40 nehmen, so der Herr an der anderen Leitung. Aber er würde selbst zu 15W40 raten. Hab extra an dieser Stelle noch mal nachgehakt: Sie nehmen grundsätzlich das 15W40. 😉

Eine bestimmte Marke konnte er nicht empfehlen. Auch haben sie in der Mini-Klinik keine „Hausmarke“, die in der Regel verwendet wird.
„Das bekommen Sie in jeden Baumarkt. Nein. Es gibt da keine bestimmte Marke, die wir verwenden.“

Außerdem hat er mir gerate,n nach jeden dritten Tanken einen halben Liter Öl nachzufüllen. „Solche alten Autos verbrauchen in der Regel viel Öl. Kontrollieren Sie unbedingt regelmäßig.“.

Ich denke, wenn wir noch weitere Fragen am Telefon haben, stehen sie gern wieder zu Verfügung.


Papa hat auch recherchiert und kam zu folgendem Schluss und brachte die LÖSUNG:

ich habe jetzt das günstigste 10W40 Öl mit der API-SL und JASO MA Spezifikation bestellt.
Hieraus entnehme ich:  http://www.beanfamily.de/Download/Das%20richtige%20%D6L_BF.pdf

  • Die maximale Spezifikation und damit die aktuelle Norm ist zur Zeit die API-SL.
  • Für den täglichen Gebrauch (a) ist unserer Meinung nach ein 10W40 oder 15W40 in Qualität mindestens API-SH ausreichend.
  • Der Street-Racer (b). Unserer Meinung nach ist das ideale Öl für diesen Einsatzzweck also ein Motorradöl, der Spezifikation: 10W50, vollsynthetisch, API-SL, JASO MA.

Kosten 89,40 inkl. Versand

Danke für die Mühen!

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Motoröl + Taufe

Von Dani kam bei einer Sofarunde der Namensvorschlag „Erbse“. Das ist zwar schon eine kleinen grüne Frucht, aber verniedlicht fand ich es noch besser. Da die hessische Variante der Verniedlichung nicht in Frage kam, wurde es die schwäbische. Ich taufte meinen MINI daraufhin: Erbsle.


Auf dem Weg nach Seeheim habe ich bemerkt, dass ich viel zu wenig Öl im Motor habe! An der Tankstelle gab es kein 20W50 Öl, von dem ich dachte es müsste da rein. Aus Verzweiflung habe ich irgendein Öl gekauft und wollte gerade nachfüllen, als ein Angestellter aus der traisarer Autowerkstadt, bei denen Thorsten sein Auto machen lässt, mir sagte, ich solle besser nicht mischen. Lieber mit dem wenigen Öl nach Seeheim fahren, und dann richtiges nachfüllen. Daraufhin bin ich nach Seeheim gefahren, und habe Thorsten beauftragt herauszufinden, welches Öl im Motor ist, und Papa gebeten mir davon nachzubestellen. Denn in der nächsten Woche bin ich im Urlaub.


Daraufhin kam Erbsle dann in die Garage. Papa, Thorsten und ich haben Erbsle für die Zeit in der ich Segeln bin in die Garage in Seeheim gestellt. Das Problem an der Sache ist, dass ich nicht die erste wäre, die sich an dem Konterpart an den das Tor in der Einfahrt anschlägt den Kat aufreißen würde. Wir haben ihn also in Zentimeter Schritten geschoben und kontrolliert. An der einen Stelle hatten ich nur 1cm Platz zwischen Achse und Oberkante des Anschlags. Aber es  hat funktioniert, und er hat in die Garage gepasst. Ich musste zwar über die Beifahrertür aussteigen, ab sonst hat alles gut funktioniert.